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4. Situative Probleme
Bei einem Hausbesuch sind Ärztinnen/Ärzte häufig mit folgenden Bedingungen konfrontiert:
- Eingeschränkte Informationen über den Patienten vor Ort,
- eingeschränkte diagnostische Möglichkeiten
(z. B. haben sehr wenige Hausärzt/innen ein EKG-Gerät dabei),
- suboptimale Untersuchungsbedingungen
(schlechte Lichtverhältnisse, Enge, keine Untersuchungsliege),
- bedrängende und sorgenvolle Angehörige,
- Zeitdruck,
- Patienten, die gegen ärztlichen Rat nicht in die Klinik eingewiesen werden wollen.
Diese Faktoren sind besonders bedeutsam bei unbekannten Patienten und in Situationen, in denen sich "abwartendes Offenhalten" verbietet und schnelle Entscheidungen bzw. unverzügliches Handeln erforderlich sind. Auch wenn grundsätzlich gilt, dass die Absicherung gegen abwendbar gefährliche Verläufe in dieser Situation wichtiger ist als die volle diagnostische Erkenntnis, treten leicht Fehler bei der Diagnosestellung auftreten, die fatale Konsequenzen haben können. Aus diesem Grund ist es hier ganz besonders wichtig, sich die Prozesse anzusehen, die zu diagnostischen (und therapeutischen) Entscheidungen führen.
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