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"Neuroleptikum statt L-Dopa"
Zusätzliche Informationen
Kommentar des Frankfurter Instituts für Allgemeinmedizin
Die telefonische Rezeptanforderung führt zu einer Verwechslung (Hörfehler?), so dass einer älteren Patientin statt L-Dopa ein Neuroleptikum verschrieben und auch gegeben wird. Sämtliche Kontrollmechanismen "greifen" nicht: Weder in der Praxis, dem Pflegedienst noch in der Apotheke fällt der Fehler auf.
Zum besseren Verständnis des Fehlerprozesses haben wir dem Berichtenden noch einige Fragen gestellt:
1) Welche Medikamente erhielt der Patient noch bzw. welche wurden noch bestellt?
Vitamin D3 Hevert, Ranitidin 300 Abz, Meto Succinat Sandoz 95, Calciumacetat Nefro 500.
2) Hat der Pflegdienst einen aktuellen Medikamentenplan gehabt? (was ist mit "Therapieplanänderung" durch Dialysepraxis gemeint?)
Aktueller Therapieplan wird von behandelnder Dialysepraxis regelmäßig überarbeitet (Dosierungsänderungen, aber auch Namensänderungen wg. Rabattmed. u.ä.)
3) Wissen Sie, wer (d. h. bestellender Pflegedienst oder Bestellung-annehmende Arzthelferin) hat den Namen des Medikamentes verwechselt?
Nicht sicher, ich gehe von einem Hörfehler seitens meiner Arzthelferin aus
4) Wird bei einer Rezeptbestellung in einem aktuellen Medikamentenplan nachgesehen, welche Dauermedikamente ein Patient erhält? Oder wird in den Letzt- oder Altverordnungen nachgesehen? Oder gar nicht?
Normalerweise soll ein Rezept aus den Letzt- oder Altverordnungen (spez. "Knopf" in der Praxissoftware) ausgewählt werden.
5) Wissen Sie, wie lange nach der falschen Rezeptausstellung der Zustand des Patienten auffiel?
Auffällig 4 Wochen nach Rezeptausstellung (vermutlich alte Packung noch solange gereicht), müsste ich evtl. von Pflegedienst nachprüfen lassen.
6) Haben Sie in dem klärenden Gespräch mit dem Pflegedienst noch andere Informationen erhalten, die für das Ereignis interessant sein könnten?
Bisher nur Info an PDL, wollte das bei Teamsitzung klären, keine Rückmeldung
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