Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen

 

 
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"Wie dringlich muss therapiert werden?"

Fehler des Monats 10.2010


Reportnummer:
565
Dieses Ereignis wird aus einer Hausarztpraxis berichtet:
Was ist passiert?
Hausbesuch wg. neuer Beinschwellung. Diagnose: beginnende dekompensierte Herzinsuffizienz. Furosemid-Verordnung. Einnahme besprochen (morgens, damit Nachtschlaf nicht beeinträchtigt wird). Rezept auf dem Rückweg zur Praxis selber bei Apotheke abgegeben, Lieferung am selben Tag.
Was war das Ergebnis?
Nicht verabredet, dass erste Dosis Furosemid am selben Tag notwendig. Patient ruft am folgenden Morgen mit Ruhedyspnoe an, KH-Einweisung notwendig.
Mögliche Gründe, die zu dem Ereignis geführt haben können?
Bei Verordnung nicht über Einnahme am gleichen Tag gesprochen.
Welche Maßnahmen wurden aufgrund dieses Ereignisses getroffen oder planen Sie zu ergreifen?
Einnahmevorschriften auch explizit für Verordnungstag erläutern.
Welche Faktoren trugen Ihrer Meinung nach zu dem Fehler bei?
Ausbildung und Training, Kommunikation, Organisation
Wie häufig tritt dieser Fehler ungefähr auf?
jährlich

Zusätzliche Informationen



Kommentar des Frankfurter Instituts für Allgemeinmedizin

Immer wieder erleben wir in der Praxis Erkrankungen und Situationen, in denen die Therapie sofort begonnen werden muss, weil eine Verzögerung eine Verschlimmerung zur Folge haben kann. Wie erreichen Sie die Umsetzung Ihrer Empfehlungen in diesen Situationen? Wie sprechen Sie mit Ihren Patienten darüber? Dokumentieren Sie dies für Ihre Patienten und wenn ja, wie?

RÜCKFRAGE BEANTWORTET!
Hier haben wir an die/den Berichtende/n noch ein paar Fragen gestellt, die uns prompt bewantwortet wurden. Hier also noch WEITERE NEUE INFORMATIONEN:
- Für wie dringlich haben Sie die Situation während des Hausbesuches erachtet? Haben Sie das am nächsten Morgen dann anders beurteilt?
Bin WB-Assistent, 1. eigener Hausbesuch bei unbek. Pat, jedoch Vorbesprechung mit Weiterbilder.
Klinische Situation bei Pat dann ganz eindeutig, deshalb nur Rückmeldung an Weiterbilder: kardiale Dekomp, Behandlung eingeleitet. Beim Pat. keine Ruhedyspnoe, aber Belastungsdypnoe bei Weg in der Wohnung.
Habe Dynamik unterschätzt und gar nicht explizit über Notwendigkeit der sofortigen Einnahme nachgedacht.
Wir haben diskutiert, ob man am Tag selber Furo hätte spritzen sollen. Das schien mir in der Sitation aber nicht notwendig, und hätte den gehbehinderten Patienten potenzell auch belastet (Einnässen). Nach gemeinsamer Analyse wäre das wohl die erfolversprechendste Maßnahme zur Verhinderung der Krankenhauseinweisung gewesen.
Am nächsten Morgen hatte Pat. am Telefon deutl. Orthopnoe, daher telefon. Einweisung ohne HB durch Weiterbilder.
- Wie hinterlassen Sie diese Information üblicherweise beim Patienten - im Medikamentenplan, mündlich, auf anderen Wegen schriftlich?
Üblicherweise erfolgen Verordnungen als Notiz auf Medi-Plan beim Pat. - hier auch nicht erfolgt. Pat. aber sehr gut sortiert - er hatte sich ja auch an die Einnahmevorschrift (1/2 Tablette morgens) gehalten.



Kommentare

Hilfe
06.11.2010
16:12:10
anonym
@ Patient

Ein Fehlerberichtssystem ist dafür da, Fehler zu benennen, um sie möglichst auszuschalten (?nicht jeder muss jeden Fehler machen?). Ein Fehlerberichtssystem ist nicht dazu da, Schuldige zu suchen. Dafür sind die Gutachter aus Ärztekammern oder Gerichten zuständig. Es ist gut, dass diese den Tod Ihres Angehörigen untersuchen! Wenn ein Zusammenhang mit einer falschen Medikamentengabe gefunden werden sollte, müssen die Verantwortlichen ermittelt werden.

Aber haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was geschieht, wenn der Tod Ihres Angehörigen doch eher als alters- und krankheitsbedingt (Herzinsuffizienz; Lungenerkrankung) eingeordnet wird? Finden Sie dann Ihre Ruhe oder bleiben Sie Ihr Leben lang unglücklich in einer Gewissheit, dass ?eine Krähe der anderen kein Auge aushackt??

Können Sie dann im Extremfall anerkennen, dass Ihre Überzeugung und Ihre offensichtlich grundsätzliche starke Ablehnung gegenüber Medikamenten fehlerhaft sein könnte?
06.11.2010
14:18:17
Patient
@anonym:
Ich erwarte hier beim "Fehlerberichts- und Lernsystem" keine Bewertung einer Therapie, dafür gibt es extra Leute - Gutachter, oder die Gutachterstellen bei der Ärztekammer oder beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen.
Auch wenn ich kein Lateiner bin, für mich war und ist es ein grober FEHLER, wenn man einer Person (war übrigens über 80, aber noch keine 85), welche schon ca. 5 Jahre Medis dieser Sorte verordnet bekommen hat und dann nach einem Sturz mit frischen Knochenbrüchen und erfolgter OP beim über dreiwöchigen KH-Aufenthalt weiter damit "behandelt", trotz der bereits beschriebenen Beschwerden und ich für diese Tabletten extra auf der Medikamentenliste die richtige Einnahme erwähnt habe und dann trotzdem nicht einmal vorschriftsmäßig füttert (konnte selbst nichts nehmen und essen) - und dann bei den folgenden weiteren 3 KH-Aufenthalten so weitermacht, also ich weiß nicht, was dann ein offensichtlicher Fehler ist. Und dafür ist diese Seite da, Fehler zu melden, damit sie nicht wieder passieren. Und weil diese Tabletten nach wie vor verordnet werden, habe ich mir die Zeit genommen und mal losgetippt und meine Erfahrungen berichtet. Das Fachpersonal kann selbst entscheiden ob Fehler oder nicht. Eine ausführlichere Schilderung zu diesem Fehler erübrigt sich, das ist hier nicht der richtige Ort. Ich habe davon nichts, ich weiß dass ich solches Zeugs nicht nehmen werde.

Trotzdem verweise ich noch einmal auf einen Artikel, welcher schon im Arznei-Telegramm Nr. 5/99 veröffentlicht wurde: Bei ersten Zeichen wie Schluckbeschwerden oder Sodbrennen MUSS das Mittel abgesetzt werden. Unter Alendronat soll jede achte Frau eine behandungsbedürftige gastrointetestinale Störwirkung erleiden. Bei gleichzeitiger Einnahme nichtsteroidaler (gehört dazu nicht auch Ibuprofen?) Antirheumatika nimmt die Gefahr zu.

Jede ACHTE Frau, also für mich ist das nicht so selten, wie es für Sie den Anschein hat. Und wenn dann dies nicht erkannt wird, sondern einfach noch weitere Tabletten gegeben werden - also ich weiß nicht, ob man da von Sorgfalt sprechen kann? Dass dann noch weitere UAW dazukommen, das könnte ich mir als Laie schon vorstellen, sonst wäre ja eh alles ganz egal.

Aus der FI: Das Risiko schwerer ösophagealer NW scheint bei Patienten erhöht zu sein, die das Arzneimittel nicht korrekt einnahmen und/oder es nach dem Auftreten von Symptomen, die auf eine ösophageale Irritaion hinweisen, weiter einnehmen.
Die Gebrauchsinformation ist strengstens einzuhalten.

Die von mir genannten Beschwerden sind alle dokumentiert, nicht von mir erfunden und wenn ich mir die Symptome anschaue, dann waren mehrere Hinweise und das über 11 Monate auf o.g. Irritation gegeben. Der HA meinte seinerzeit nur, das gibt es öfter, dass alte Leute (ab wann ist man eigentlich alt?) nicht mehr richtig essen....und hat Tabletten für mehr Appetit rausgeschrieben, nix gesagt, dass die dafür vermutlich verantwortlichen Tabletten jetzt nicht mehr genommen werden sollen. Fehler - oder kein Fehler? Im Gegensatz zur Ärztin einer Tante, welche wie ich im Nachhinein erfahren habe auch zum damaligen Zeitpunkt dasselbe Medikament verordnet hatte. (Wahrscheinlich hat gerade zum damaligen Zeitpunkt ein Vertreter seine Runde gedreht) Die Tante hat einmal brechen müssen und die Ärztin - vermutlich hatte sie sich die FI durchgelesen- hat sofort das Medikament abgesetzt!

Ich denke mal, dass die Veröffentlichungen zu diesem Thema nicht nur so spasseshalber erfolgen, sondern schon "Hand und Fuß" haben. Wenn man n u r die Hinweise in der Fachinformation kennt und trotzdem das Medikament mit Kaba und 7 weiteren Tabletten trotz der aufgetretenen Beschwerden einer bettlägerigen Person weiter verabreicht - ist das eh ganz egal?? Da fällt mir der Zirkus mit der Schweinegrippeimpfung ein:
Vor allem gesundheitlich angeschlagene Patienten sollten sich impfen lassen. Und bei wem kam es überwiegend zu schwersten Nebenwirkungen - genau bei denen. Und dann wurde der Vorerkrankung die Schuld zugeschoben! Es soll ja Ärzte geben welche behaupten, eine Grippeimpfung hat keine Nebenwirkungen außer höchstens mal eine kleine Rötung der Einstichstelle.

Wenn hier zum Thema "wie dringlich muß therapiert werden" ein Arzt (ob er wirklich einer ist, weiss keiner) davon schreibt, dass gegen die Dummheit mancher Patienten kein Kraut gewachsen ist - na ja, wie sollen dann die Fehler auch als Fehler erkannt werden?




05.11.2010
22:36:43
anonym
@ Heute

Ich komme auf die Idee, dass jemand gestorben ist, durch die Bemerkung von Patient 04.11.2010 19:57:35 "... und dann waren keine Medikamente mehr notwendig, nur noch eine Bescheinigung...."



@ Patient

Ich kenne die Nebenwirkungen und Studien zu Alendronsäure. Die von Ihnen genannten Risiken sind - auch nach Studienlage! - extrem selten. Es ist absolut unglaublich, das EIN Mensch JEDE seltenste Nebenwirkung durch ein Medikament ALLE AUF EINMAL in Summe erleiden sollte.

Noch einmal: Es ist in einem Internetforum unmöglich, ein solch komplexes Krankheitsbild im Sinne einer richtigen oder falschen Therapie beurteilen zu wollen. Zudem fehlen in Ihrer Schilderung alle wichtigen relevanten Fakten wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen (wie viele Jahre?) und vieles andere mehr.

Ich weiß nicht, was passiert ist, doch bleibt bei mir die Sorge, dass Sie sich möglicherweise in Ihrem Schmerz und bei fehlendem medizinischem Wissen und Gesamtüberblick auf EINE Sache versteifen und die Komplexität von Leben und Krankheitsverläufen übersehen.
05.11.2010
20:54:43
Patient
@ anonym:
Zu Ihrer Info
hier ein paar Schlagzeilen:
- Osteoporose: Kalzium-Präparate erhöhen Herzinfarkt-Risiko
- FDA warnt vor atypischen Frakturen bei Bisphosphonaten
- Osteoporose-Medikamente: Risiko für Speiseröhrenkrebs steigt
- Studie: Vorhofflimmern durch Osteoporosemittel Alendronsäure
- Medizin-Telegramm: Vorhofflimmern oder Arrhythmien durch Bisphosphonate? US-Studie findet signifikant erhöhtes Risiko.

Dann noch Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
"Das Medikament darf nicht bei frischen Knochenbrüchen angewendet werden."









05.11.2010
18:30:00
ich
@ Anonym

Wie kommen Sie darauf, dass jemand gestorben ist. Ein/e Pat. wurde mit den Zeichen einer dekomp. Herzinsuff. eingeliefert- ob dies eingetreten war, weil am Vortage kein e Medikation eingenommen wurde, oder ob dies auch mit Medikation eingetreten wäre, wissen wir nicht.

Wir wissen auch nicht, ob Pat. mittlerweile wieder zuhause bei bester Gsundheit ist... also was sollen diese Vermutungen???
05.11.2010
17:21:55
anonym
@ Patient: Es ist unmöglich, im Rahmen eines Internetforums eine Therapie zu bewerten. Trotzdem kommt beim Lesen von Diagnosen und Medikamenten der Gedanke auf, dass es sich um einen schwerkranken (alten?) Menschen gehandelt haben muss, der nicht WEGEN sondern TROTZ aller Medikamente dann irgendwann verstorben ist?

Die offensichtlich über Monate (Jahre?) verordneten Medikamente sprechen zumindest dafür, dass dieser Mensch an einer schweren Herzschwäche mit Rhythmusstörungen erkrankt war, zusätzlich wohl auch schwere Lungenprobleme hatte und möglicherweise nur durch die gegebenen Medikamente noch etwas länger leben konnte.

Alendronsäure kann viele Nebenwirkungen machen, führt aber typischerweise nicht innerhalb von 2 Tagen zum Tod. Knochenbrüche durch Osteoporose sind regelmäßig Indikation FÜR Alendronsäure und nicht Anlass, das Medikament abzusetzen! Alendronsäure kann Speiseröhrenprobleme machen, verursacht aber keine akute Herzschwäche oder Rhythmusstörungen (Therapie dafür waren z.B. Esidrix, Acerbon, Torem, Lanicor) oder Lungenerkrankungen / Bronchialverengungen (Therapie dafür war z.B. Theophyllin).

Könnte es sein, dass Sie im Rahmen Ihrer normalen und notwendigen Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen Ursache und Wirkung verwechseln? So, wie SIE zumindest bislang die Situation geschildert haben, ist Ihr Angehöriger(?) jedenfalls nicht durch das Medikament Alendronsäure oder eine fehlerhafte Behandlung verstorben sondern offensichtlich an einer schweren kombinierten Herz-/Lungenerkrankung!
04.11.2010
19:57:35
Patient
@Barbara L:Ich war nicht die behandelte Person (s. meinen Bericht vom 01.10.). Ob die beiden Antibiotikum gleichzeitig während dem letzten 5-tägigen stationären Krankenhausaufenthalt gegeben wurden, weiß ich nicht. Ich habe die Liste vom Krankenblatt abgeschrieben und weiß nur mit Sicherheit, dass am vorletzten Tag zum Frühstück 8 Tabletten einschl. der Fosamax (lagen alle bereit und jemand von uns war zum Frühstück anwesend) zu nehmen waren, dann ab ins Bett, dann wegen stark erhöhter Temperatur gabs am Abend Fieberzäpfchen und am nächsten Morgen zum Frühstück wieder 7 Tabletten, gleich noch eine Entwässerungsspritze und dann gleich ab ins Bett, Dampf zum Inhalieren und dann waren keine Medikamente mehr notwendig, nur noch eine Bescheinigung....

Und weil dies ein Fehlerberichts- und Lernsystem ist noch die Medi-Liste der bei den vorhergehenden drei KH-Aufenthalten innerhalb von 11 Monaten zum Eintippen beim Medikamenten-Check; mir drehts schon wieder den Magen um,

1) -Krankheitsbild u.a. Knochenbrüche, "laut pfeifendes Atemgeräusch":
Acerbon 20 mg,Esidrix 25 mg, Calcium 1000, Vigantoletten 1000, Fosamax 70 mg, Ibuprofen 400, Pantozol 20 mg, ACC 200, Parenterol, Mucosolvan Tabl., Augmentan Tabl.

2) z.B. u.a. -akute Verwirrtheit, Arrhytmia absoluta bei Vorhofflimmern:
Tetanusimpfung, Lisinopril 20, HcT beta, Fosamax 70, Calcium Brause, Vitamin D 3, Ibuprofen 400, Pantozol 20

3) z.B: Atemnot, Erbrechen, trinkt sehr wenig:
Intensiv - Decortin, Bronchoparat, Beatmung mit Maske;
Calzium Br. 1000, ACC 600, Acerbon 10, Bronchoretard, Musolvan 1 MB, Fosavance (war damals erst ca. 4 Monate zugelassen), Augmentan 875, Heparin 7500.

Und dazwischen daheim innerhalb von ca. 11 Monaten vom Hausarzt zusätzlich zur Dauermedikation (HCT beta, Lisinopril, Calcimed, Fosamax 70) je nach Beschwerden verordnet: Tramadolor, Omniflora, Imodium akut, Nystatin, Olnyth Nasentropfen, Soledum Kapseln, Grippeimpfung, Theophyllin 300 mg, Torasemid ct. 10 mg (Musterpackung uns ausgehändigt, ohne Hausbesuch, ohne Untersuchung), Omebeta 20.

Und bei all dem Zeugs hat keiner vom Fachpersonal Stopp gerufen!

Dass viele Nebenwirkungen erst nach Jahren überschaubar sind wird wahrscheinlich daran liegen, weil sich die Ärzte anhand der Fachinformation vor Verordnung nicht über die von ihnen verordneten Medis informieren. Bezüglich Alendronat wurde bereits im Ärzteblatt vom 29.05.1998 um besondere Aufmerksamkeit und Meldung von UAW gebeten. Interessant auch ein Bericht in Medical Tribune 35. Jahrgang Nr 35, vom 1.Sept.2000. Und was inzwischen dann noch alles an möglichen Nebenwirkungen bekanntgeworden ist (Vorhofflimmern, Knochenbrüche, Speiseröhrenkrebs)- mir drehts den Magen um. Von medizinischem Personal in einem Krankenhaus (Chirurgie, Intensiv, Innere) in welchem in der Krebstherapie Medikamente der Gruppe zu welcher Alendronat gehört wahrscheinlich täglich verordnet werden, sollte man doch erwarten dürfen,dass man auch über die UAW und richtige Verabreichung Bescheid weiss und wann diese abzusetzen sind.

Es mag ja sein, dass die Liste kein No-Go-Medikament wg. der Wechselwirkungen enthält - wegen der Nebenwirkungen und dem Krankheitsbild aber wahrscheinlich schon. Sicherheit vor Schnelligkeit bei aller Driglichkeit der Therapie wäre evtl. nicht ganz falsch.



31.10.2010
15:51:35
Barbara L.
@Pat.
So, wie Sie Ihr Problem schildern, sit da sicher einiges schiefgelaufen, wobei ich nochmal nachhaklen muss, ob denn wirklich Rulid 300 und Augmentan beides Antibiotika gleichzeitig eingenommen wurden??
Die osophagusreizende Wirkung von Alendronsäure kann in den meisten Fällen bei richtiger Einnahme vermieden werden: Mindestens 30 Min. (besser 1 Std.) vor dem Frühstück, besser noch länger, mit mind. einem ganuzen Glas Wasser einzunehmen und sich dann keinesfalls mehr hinzulegen. Ich musste gerade heute bei der Visite einen Herrn, der wegen seiner LWK-Fraktur verständlicherweise Probleme mit dem Gehen und Stehen hat, darauf aufmerksam machen, die Schwestern hatten ihm leider nicht im Bett den Oberkörper hochgestllt (Notläösung). Ledider war der Herr auch wegen der Einnahme uneinsichtig, weil er der Meinung war, dass er es wegen der reizenden Wirkung besser NACH dem Frühstück einzunehmen hat (glit übriogens auch für die ganzen Nichtsteroidalen Antirheumatika; NÜCHTERN einnehmen).

Ohne Ihnen hier das unterstellen zu wollen.
Bezüglich möglicher Wechselwirkungen Ihrer Liste (abgesehen von der Unklarheit ob gleichzeitige Einnahme der Antiobiotika und der unklaren Bezeichnung "Fieberzäpfen" sehr ich bis jetzt kein "No-Go-Medikament" in dieser Liste.

Die Infusionen haben sie ja wohl stationär erhalten und die Art der Medikamente zeigt mit auch auf, dass sie abgesehen von Ihrer Osteoporose weitere Nebenerkrankungen haben. (Art. Bluthochdrcuk/Herzinsuffizienz/ Rhythmusstörungen,).
Diabetes mellitus
Innerhalb der stationären Therapie (Fieber gleichzeitig?) wurden ja wohl Ihrer Blutwerte überwacht, so dass die möglichen Nebenwirkungen z.B. bezüglich einer Nioereninsuffizenz überwacht wurden.

Die korrekten Anweisungen bezüglich der Einnahme richjtig zu überblicken und auch weiterzugeben sit aber eine Wissenschaft für sich und auch ich als mittelalte Häsin lerne noch täglich dazu.
In den ersten Jahren nach unserer "Doktor-Schule" ist das ganzen Pharmakologische Stoffgebiet nahezu unmöglich zu überblicken, zumal dauernd neue Medikamente auf den markt kommen und auch NW bei bereits länger bekannten manchmal erst nach Jahren überschaubar sind. (Ich wage das zu sagen, bi sicher kein Überflieger, aber sicher auch +überdurchschnittlich an der Pharmakologie interessiert).Bei Wechselwirkungen heißt das ja nicht, dass die medizin nichts taugt, man muss halt nur mit anderen Medis verstärkt aufpassen.
30.10.2010
13:32:52
Patient
Korrektur:
Muss natürlich "Schmerzen hinter dem Brustbein" heißen.
So einen Tippfehler kann man sehen, die Fehler mit Medis sind nicht so einfach sichtbar......
30.10.2010
13:27:25
Patient
Es war Alendronat. In der Fachinformation wird u.a. davon berichtet, dass es unter der Einnahme von Alendronat zu schwerwiegenden Ösophagealen Reaktionen gekommen ist, welche teilweise eine Krankenhauseinweisung erfordert haben. Alles Weitere können Sie selbst in der Fachinformation (ich gehe davon aus, dass Sie zum Fachpersonal gehören, ich habe mir diese FI auf Umwegen besorgt, weil ja diese Fachinformation mit welchem Recht auch immer, der Verbraucher nicht bekommt).Ich bin kein Mediziner oder Apotheker, aber wenn jemand ins Krankenhaus wegen schwerster Atemnot (plötzlich Asthmaanfall, Bronichitis, Schwerzen hinter dem Brustbein, schluckt nicht mehr, akute Verwirrtheit, Erbrechen und Durchfall usw.) eingeliefert wird (nur telefonische Einweisung durch den HA, kein Hausbesuch) und vorher innerhalb eines Jahres schon 3 x im gleichen Krankenhaus wegen Knochenbrüchen und seit diesem Zeitpunkt mit gleichen Beschwerden war und keiner der viiiiielen Ärzte es für notwenig erachtet, diese Tabletten abzusetzen, sondern einfach noch weitere Tabletten draufmörtelt, dann frage ich mich schon, wo denn die ihren "Doktor" gemacht haben. Und dies noch dazu, wo ich extra auf dem Medikamentenzettel auf diese Tabletten verwiesen habe.

Tippen Sie einmal bei "Medikamenten Check" folgende Liste ein:
Acerbon 20, Esidrix, Bronchoretard, Torem 10, Fosamax, Sandocal D 500, Lanicor, Rulid 30, Augmentan 500 (875), Amaryl 1mg, - Infusionen: Ringer 500, Clucose 5 %, NACL 0,9 %, Lanicor.
Und noch Fieberzäpfchen.

Mir dreht sich der Magen um, aber macht nix, dafür gibt es ja Pillen.
25.10.2010
00:36:09
suse
@ Patient: um welches abzusetzende Medikament handelte es sich denn da? Mir fällt spontan keines ein...
04.10.2010
23:19:52
Stolz
Idee von Resch und Barbara L.
Für die Akutversorgung von Patienten im Hausbesuch (ländliches Gebiet, weite Wege zur nächsten Apotheke) führe ich im Auto 3 Arztkoffer mit. 1 Koffer mit Verbandmaterial; 1 Koffer mit den wichtigsten Medikamenten und 1 "Kinderkoffer" mit den wichtigsten pädiatrischen Akutmedikamenten. In jedem Koffer befindet sich eine Checkliste auf der der Tascheninhalt aufgeführt ist. Darauf wird auch sofort jedes entnommene Medikament vermerkt, damit es meine MFA am nächsten Tag wieder auffüllen kann (Rezept auf Patienten). Einmal monatlich erfolgt eine komplette Inhaltskontrolle der Koffer (Inhalt, Verfalldaten) durch die verantwortliche MFA (Dokumentation auf Checkliste "monatliche Tätigkeiten").
02.10.2010
20:35:21
Barbara L.
Zum Ablaufdatum:
Hier schreibe ich dick mit Edding das Datum auf die Schachteln, im Ampullarium ist ein Zettel, auf dem die selteneren Medis (oder die mit kurzer Haltbarkeit wie Aspirin i.v.) mit Ablaufdatum aufgeführt sind und diese Liste im Abstand von einigen Monaten durchgesehen wird.
Dipidolor, Morphin, MCP, Buscopan und Metamizol laufen bei mir so schnell durch, dass ich da nichts extra vermerke, bei den BtMs wird ohnehin auf einem BtM-Karteiblatt patientenbezogen die Dosis nachgetragen und so erfolgt über die "intensivere" Nachbefüllung erneut eine Kontrolle.
02.10.2010
20:28:23
Barbara L.
Zur Idee von Resch:
Als Nicht-Niedergelassene komme ich aber nicht an Ärztemuster (z.B. Antibiotika) heran.
Pro statione darf ich hier aber nur Medikamente für meinen Notdienstkoffer verordnen, die ausdrücklich ausgeeinzelt werden dürfen, also Ampullen.
So führte die Repzeptierung von Novaminsulfon-Tabletten als Praxisbedarf bereits zu einer Nachfrage, weil eigentlich nur Ampullen dafür als verordungsfähig gelten. Mein Einwand, dass es relativ absurd ist, die bezüglich der möglichen Nebenwirkungen die perorale Verabreichung vor die riskantere Verabreichung als Kurzinfusion zu stellen, wurde mit einem telefonischen Schulterzucken beantwortet (zumal ich Patienten gerne eine 2. Dosis für später hinterlasse).
Metamizol ist nun billig, da riskiere ich einfach einen Regress, mit den teuren Antibiotika habe ich da mehr Probleme, blebt also nur de Rezeptierung.
02.10.2010
19:50:21
Ärztin
Ichfinde die Idee von "Resch" gar nicht schlecht- damit kann eine Behandlung sofort eingeleitet werden und es muss nicht unbedingt eine Injektion gegeben werde, doch was umfasst die Medikamentenauswahl und wie kontrollieren Sie das Ablaufdatum?
02.10.2010
01:58:40
Patient
@ME
Ja es geht um die Arzt- Patientenkommunikation und darum, wie dringlich therapiert werden muss. Dabei darf man aber nicht übersehen, dass evtl. die verordnete Therapie nicht die passende ist und man ein Medikament wegen der aufgetretenen Nebenwirkungen und bei Bettlägerigkeit a b s e t z e n muss. Auch das gehört m.E. zur Therapie. Und wenn der Patient dies nicht mehr selbst merkt, dass er das Medikament nicht verträgt, nicht mehr sagen kann, wie man die Tabletten nehmen MUSS, dann muss halt einmal der/die Doktor/in sein/ihr Hirn einschalten. Tut mir leid, aber so sehe ich dies nun einmal.

Schon oft wurde berichtet, dass x-tausend Patienten an den Medikamentennebenwirkungen in den Krankenhäusern versterben - und wen kümmert"s?
02.10.2010
00:18:24
ME
@Patient: Ich finde es toll, dass Sie sich für die pflegebedürftige Person stark gemacht haben und finde es sehr schade, dass Sie diese Erfahrungen mit den "Göttern in weiß" gemacht haben. In diesem Bericht geht es doch aber um die Problematik der Arzt- Patienten- Kommunikation und nicht um die Nebenwirkung von Medikamenten oder Impfungen.
02.10.2010
00:11:15
ME
@seldom: Ich finde es sehr schade, dass Sie nach 30 Berufsjahren diese Schlussfolgerungen ziehen...und das Jeder-Fehler-zählt-System ist doch auch, wenn ich mich richtig erinnere, eher dazu da, Fehler zu diskutieren, um Fehler zu vermeiden und nicht, um Stammtischparolen los zu werden.
01.10.2010
22:38:41
Resch
Ich habe eine Auswahl von Tabletten dabei, verpackt in Plastikbehälter, von denen ich bei Bedarf ein oder zwei abgeben kann. So kann der Patient gleich die erst Dosis nehmen, muss auch nicht nachts in die Apotheke und diese kann die Medikamente in Ruhe besorgen.
01.10.2010
20:31:52
Patient
Aber hallo!
Gegen Dummheit, Ignoranz und Gleichgültigkeit von Patienten ist kein Kraut gewachsen. Na ja, ich habe umgekehrt diese Erfahrung mit den "Göttern in Weiß" gemacht.

Obwohl ich bei der Einlieferung ins Krankenhaus der pflegebedürftigen Person auf dem Medikamentenzettel ausdrücklich vermerkt habe, dass man eines der Medikamente nur nüchtern mit 200 ml Wasser und ohne weitere Medikamente einnimmt und sich dann mindestens 1/2 Stunde nicht wieder hinlegen darf, wurde dies im Krankenhaus von dem geschulten und studierten Personal ignoriert. Bei Knochenbrüchen wäre das Medikament außerdem abzusetzen gewesen, aber das hat auch keiner gewußt und ich als nicht studierter Einfachbürger auch nicht, hätte aber wahrscheinlich auch keinen interessiert. Der Hausarzt hat beim Verordnen der Tabletten überhaupt nichts von den möglichen schwerwiegenden Nebenwirkungen gesagt.

Ich bin für die pflegebedürftige Person aktiv geworden, habe den -kleinstgedruckten meterlangen- Beipackzettel gelesen und mich daran gehalten, das Fachpersonal hat anscheinend aber die -schön auf DIN A 4 gedruckte - Fachinformation nicht gelesen. Schließlich ist das Medikament zugelassen und mehr interessiert nicht wirklich bzw. das FACHpersonal hält diese in der Fachinformation beschriebenen Merkmale und Hinweise nicht für wichtig, sonst würde man sich die Mühe machen und auch mal lesen und sich daran halten.

Viele Beschwerden sind Nebenwirkungen durch manche Medis und Impfungen und wird nach meiner Erfahrung nicht berücksichtigt. Bei Impfungen zählt m.E. nur, dass geimpft wird....
01.10.2010
18:38:30
Dr. Regina M-
ay
Der Hausbesuch war ja wohl tagsüber und der Patient hatte die Anweisung das Medikament morgens (also am nächsten Morgen) zu nehmen, der Fehler liegt also nicht bei ihm
01.10.2010
16:45:03
3005
Naja, in jetzt knapp 30 Berufsjahren habe auch ich so manches gelernt - nicht nur meine Patienten ! Diese habe ich immer und gerne darin geschult, mit ihrer Krankheit umzugehen. so wie es eben beim jeweiligen Patienten möglich war.

Es ist schon erstaunlich, was mancher "dumme Patient" dann nach einiger Zeit doch verstehen lernt: Luftnot & Schmerzen sind meiner Erfahrung nach sehr gute Lehrmeister für Patienten, sofern ich das dem Patienten auch geduldig erkläre und nicht ausschließlich auf den Beipackzettel vertraue ...

Dass es auch Patienten gibt, die nie verstehen (können oder wollen) - das weiß ich auch. Der liebe Gott hat halt viele verschiedene Tiere auf seinem Erboden geschaffen, unter anderem (nicht nur, aber auch) arrogante Ärzte und unwissende Patienten sowie Patienten die nicht so begabt sind, dass sie Medizin studieren und damit ihren bedauernswerten Lebensunterhalt fristen können ;-)

Was die Medikamentenanweisungen anbetrifft: Haben Sie sich einmal überlegt, wieviel Sie nach 1 h von dem noch wissen, was Ihnen im ersten Assistentenjahr soeben Ihr Vorgesetzter erläuterte ? Meine Erfahrung: maximal 50 % !! Deshalb gibt es bei mir schon seit langem immer irgend einen "Zettel", auf dem ich die Dosierung schriftlich festhalte. Das ist oft unbequem, aber deutlich sicherer als das gesprochene Wort !! Auch bei Kollegen oder medizinischen Assistentenzberufen !!
01.10.2010
14:21:58
lb
Sollten uns hüten, mit gängigen Vorurteilen über Patienten zu hantieren.Stimme der Aussage von "ich" zu, Pat.hat sich strikt an die verordnete Einnahme morgens gehalten.Bei der Diagnose einer akuten kardialen Dekompensation halte ich die unverzügliche i.v.-Gabe eines Diuretikums (z.B. 40 mg Furosemid) für indiziert, bei zusätzl. bestehender Ruhedyspnoe zögere ich nicht, sofort einzuweisen, um eine forcierte Diurese unter stationären Bedingungen einzuleiten.Mögliche Fehlerquellen hier: Fehleinschätzung der Situation, fehlende Ansage, dass Med. sofort nach Erhalt einzunehmen. Der so gut gemeinte Rat bzgl. der Einnahme war also möglicherweise kontraproduktiv.
01.10.2010
13:31:29
ich
Wenn der Pateint, wie`s im Bericht steht, gesagt bekommt, er soll das Medikament "morgens, damit Nachtschlaf nicht beeinträchtigt wird", nehmen, dann ist der Patient doch weder dumm, noch ignorant noch gleichgültig. Ob das Lesen des Beipackzettls wirklich eine Hilfe gewesen wäre, bezweifle ich. Da ich erst 28 Berufsjahre habe, bin ich noch nicht frustriert und freue mich immer noch, Patienten zu betreuen, die aktiv sind und mitdenken und- soweit ich dies in dieser kurzen Zeit überblicken kann, auch immer aktiver und mitdenkender werden... (Dies auch zu dem "seldom"- Beitrag.)
Ansonsten geben wir auch allen Akut-Patienten einen Plan und erklären, dass eine sofortige Einnahme wichtig ist.
01.10.2010
12:56:52
MFA
Bei uns bekommen die Patienten eine schriftliche Einnahmeverordnung mit (gerade die älteren) und wir sagen auch immer ganz deutlich, ob das Medikament heute oder morgen, oder wann auch immer genommen werden muss. Auf den Rezepten kennzeichnen wir das auch (s: 1-1-1), sodass die Apotheke bei Abgabe / Lieferung noch einmal darauf hinweisen kann.

Auch wenn es vorkommt, dass die Angehörigen verlauten lassen, dass sie Mutters Medikament "morgen irgendwann" aus der Apotheke besorgen wollen, sprechen wir direkt und nachdringlich an, dass das Medikament HEUTE und nicht erst irgendwann bei Gelegenheit gegeben werden muss.
01.10.2010
12:10:21
seldom
Der Patient hat die Einnahme versäumt und hat nicht mitgedacht. Er hätte auch mal fragen oder anrufen können. Gegen Dummheit, Ignoranz und Gleichgültigkeit unserer Patieten ist halt kein Kraut gewachsen.
Sie wollen es gemacht bekommen.
Gesundheit soll erzeugt, montiert, gegeben werden.
Selbst aktiv werden, mitdenken, Beipackzettel lesen (auf dem das auch mehr oder weniger klar gestanden hätte !): Fehlanzeige für 35% der Bevölkerung!
Da hilft dann auch kein noch so schönes Jeder-Fehler-Zählt-System.
Ich habe ketzt 30 Berufsjahre und sage das nicht einfach so daher.
Und ich weiss auch schon, was die Gutmenschen jetzt gleich wieder sagen werden ....
01.10.2010
11:41:40
alw
an Barbara L. "vergnatzt"- kann ich zu gut verstehen.
Auch ich habe schon in Notdiensten Situationen erlebt, in denen ich aufgrund der Untersuchung und der Befunderhebung (Herzinsuffizienz, Lunge unauffällig) eine sofortige orale Therapie für notwendig erachtete und keine Hiinweise auf "stärkere Geschütze" wie die intravenöse Gabe eines Diuretikum gesehen habe und der Pat. in der Nacht nochmals einen Hausbesuch forderte, weil am Sonntag keiner Zeit hatte, das Rezept einzulösen und er nun auch noch erschwert Luft bekäme...da bekomme ich auch eine Spontanstruma...

Hier hat sich die Kollegin oder der Kollege sogar die Mühe gemacht, dass Rezept in der Apotheke abzugeben, so dass hier der Fehler vielleicht in der Kommunikation der Einnahmevorschrift zu sehen ist?
Bei mir erhalten aufgrund der gesammelten Erfahrungen mittlerweile alle Pat.- auch bei Hausbesuchen einen Medikamentenplan, auf dem auch ein Feld für Informationen vorgesehen ist- hier kann z. B. eingetragen werden, dass mit der Medikamenteneinnahme sofort begonnen werden soll. Ich habe den Eindruck, dass dies nützlich ist.
30.09.2010
21:31:05
Barbara L.
In solchen Situationen (meist nur als Notdienstärztin) weise ich ausdrücklich auf die Dringlichkeit hin, kommt bei mir eher bei schweren Infekten vor.
Manchmal bin ich auch demonstrativ vergnatzt, etwa, wenn ich nachts gerufen werden, V.a. eine Pneumonie, die ambulant behandelt werden kann stelle und mitbekomme, dass die Angehörigen das Antibiotikum erst morgens besorgen wollen.
Aber das wird ja dann nur bemerkt, weil sich jemand dazu geäußert hat, in den meisten Fällen bekommt man als Ärztin ja gar nicht mit, wenn eine Erkrankung nicht sofort therapiert wird, in den meisten Fällen endet das ja wahrscheinlich nicht mit einem Atemnotsyndrom, ob bei Herzinsuff oder Pneumonie.
Vielleicht hat im obenliegenden Fall das Besprechen und die Erwähnung eines evt. gestörten Nachtschlafes bei zu später Tablettengabe das Nichtbeachten der sofort notwendigen Einnahme sogar gefördert, wer weiß?

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