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"Fraktur als Folge einer antihypertensiven Therapie?"

Reportnummer:
868
Diesen Bericht erhielten wir aus einer Praxis.
Was ist passiert?
Nach gemeinsamer Entscheidung beginn einer antihypertensiven Behandlung. Nach 2 Wochen stürzte die Patientin, nachdem ihr schwindelig geworden war. Dies vermultlich im Rahmen von hypotonene Blutdruckwerten.
Was war das Ergebnis?
Mittelfußfraktur im Rahmen eines Sturzes (vermutlich) bei Hypotonie.
Mögliche Gründe, die zu dem Ereignis geführt haben können?
Recht unkritische Gabe einer kräftigen Dosis eines Antihypertensivums.
Welche Maßnahmen wurden aufgrund dieses Ereignisses getroffen oder planen Sie zu ergreifen?
Zukünftig Beginn mit geringeren Einstiegsdosen.
Welche Faktoren trugen Ihrer Meinung nach zu dem Fehler bei?
Ausbildung und Training, ,
Wie häufig tritt dieser Fehler ungefähr auf?
jährlich

Zusätzliche Informationen





Kommentare

Hilfe
14.07.2016
09:08:13
3005
"Kräftige Dosis" ??
Wieso das ?

Wenn ein Patient seit Jahren mit erhöhten Blutdruckwerten "in der freien Wildbahn" herumläuft und jetzt antihypertensiv behandelt werden soll, dann kommen bei mir da nur niedrige Einstiegsdosen in Frage, schließlich muss sich das Kreislaufsystem und der Patient erst an die anderen Blutdruckwerte gewöhnen. Ein häusliches - vom Patienten selbst geführtes Blutdruckprotokoll (RR-Selbstmessung) - gehört da für mich nach Möglichkeit auch dazu.

Erst dann - wenn die unter häuslichen Bedingungen gemessenen RR-Werte immer noch regelmäßig zu hoch sind - ist nach meiner Ansicht eine medikamentöse Behandlung des oft gesehenen "Weißkittel-Bluthochdrucks" wirklich eine Hypertonie. Ich habe Patienten, die aus anderen Gründen zu mir seit Jahren in die Praxis kommen und jedes Mal wird von meinen Mitarbeiterinnen in der Praxis ein "behandlungsbedürftigen Blutdruckwert" gemessen ... Ergometrie ist dann normal und eigene häusliche Messungen auch. Da gibt es keine medikamentöse Behandlung, sondern liebe und freundliche Worte als Therapie.

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