Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen

 

 
Zum Druckdialog gelangen Sie auch
über die Tastenkombination "STRG" + P.

Zusätzliche Informationen

"Rezidivierende Otitis media"

Reportnummer:
540
Altersklasse
11-15
Fehlertyp
999 (Code nicht auflösbar)
Diagnose
Ohr
Medikamentengruppe
-keine Daten-
Schweregrad
nicht anwendbar

Zurück zur Fehlerbericht-Hauptseite



Kommentar des Frankfurter Instituts für Allgemeinmedizin

Drei HNO-Ärzte übersehen (scheinbar) bei einem Kind mit rezidivierender Otitis media ein Cholesteatom. Der Hausarzt empfiehlt bei Nichtansprechen der Antibiose die neuerliche HNO-ärztliche Vorstellung, die dann letztlich zur Diagnose führt. Die Eltern werfen dann dem Hausarzt die verspätete Diagnose vor.
Wie beurteilen Sie den Bericht?
Und unabhängig davon, ob hier etwas übersehen wurde oder nicht: Wie gehen Sie mit (unberechtigten oder auch berechtigten) Vorwürfen von Patienten um? Auch unbefriedigende Behandlungsergebnisse führen gelegentlich zu Vorwürfen seitens der Patienten.

Zu diesem Fall gibt es auch einen ausführlicheren Gastkommentar. [link]



Kommentare

Hilfe
13.03.2015
18:52:08
-r.
@mein_Bericht:
Eines verstehe ich nicht: wieso wurde auch der 4. HNO-Arzt ohne Überweisung aufgesucht?
Wenn ich möchte, daß das Kind beim HNO-Arzt vorgestellt wird dann stelle ich eine Überweisung aus, mit Fragestellung und auch Hinweisen zur Vorgeschichte.
26.08.2010
22:17:07
Frankg
Manche Cholesteatome erkennt man nicht im CT
12.05.2010
16:19:58
mein Bericht
Es kam jetzt noch ganz anders. Auf Veranlassung des dann 4.HNO Arztes (der wieder ohne Überweisung aufgesucht worden ist) wurde ein CT durchgeführt. Vorher kamen nochmals Kommentare ( so etwas gibt es nur noch im Osten, habe nur einen Patientan aus Nigeria, so etwas darf es hier nicht mehr geben). Heute nun ist das Lachen auf meiner Seite: Die Radiologen liegen lachend in der Ecke (ich auch), mein kleiner Patient hat NICHTS! Man sieht das wieder mal eine Otitis media abgelaufen ist, Gehörknöcheln etc. , Mastoid alles bestens, nicht mal der Hauch einer Destruktion!!!! Reaktion der Eltern: zu mir sehr lieb (sind befreundet), Reaktion des HNO: Der Junge hat Knochenfraß, dann eben woanders, der muß auf jeden Fall operiert werden(?????), ob hier wohl irgendjemand eine kleine Neurose auslebt?
12.05.2010
08:50:46
Allgemeinärz-
tin
Da sieht man wieder mal, für was man alles herhalten muss...

Unberechtigte Vorwürfe von Patienten kommen vor. Natürlich sollte man versuchen, das richtigzustellen. Gelingt aber nicht immer. Dann hat es möglicherweise auch etwas mit der Persönlichkeit(sstörung) des Patienten zu tun.
11.05.2010
21:41:41
nasebi
Vorwürfe sollten, wenn überhaupt, den vorher behandelnden Fachärzten gemacht werden - wenn es denn vorher schon sichtbar gewesen sein sollte. Der Hausarzt hat m.E. sehr verantwortungsvoll gehandelt, indem er eine weitere Abklärung dringend empfohlen hat!
Die Eltern müssten sich allerdings auch die Frage stellen lassen, warum sie zu vier verschiedenen Ärzten gingen, ohne dass Rücksprache zwischen den einzelnen möglich war - wie soll da ein komplizierter Verlauf auffallen? Man (be-)handelt doch oft anch dem Motto "wir versuchen das, und wenn"s nicht hilft, müssen wir die Diagnose überprüfen und evtl. weiter Diagnostik anleiern" - wenn die Pat. dann gleich zum nächsten gehen, wird es eben weiter verschleppt...

Ihr Kommentar:


Name:
Kommentar: