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"Patientenverwechslung: falsches Rezept ausgegeben"

Reportnummer:
943
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Fehlertyp
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Diagnose
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Medikamentengruppe
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Schweregrad
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Kommentar des Frankfurter Instituts für Allgemeinmedizin

Was können Sie für eine sichere Patientenidentifikation tun?

1. Fragen Sie aktiv, so dass der Patient mit Namen und Geburtsdatum antworten muss: ?Wie heißen Sie und wann sind Sie geboren?? statt ?Sind Sie Frau/Herr ...??. Insbesondere vor jeder Untersuchung oder Behandlung.

2. Informieren und beziehen Sie Ihre Patienten ein, damit diese selbst aufmerksam sind. Das ist insbesondere bei Patientengruppen mit einem hohen Verwechslungsrisiko wichtig:
- Patienten mit häufigen Nachnamen
- Patienten mit ungewöhnlichen oder ausländischen Namen
- Behandlung von Geschwisterkindern oder mehreren Familienangehörigen
- Patienten mit kognitiven Einschränkungen
- Patienten mit einer anderen Muttersprache

3. Wenn möglich: Ordnen Sie jedem Patienten eine eindeutige Nummer zu, die zwischen Praxissoftware und Papierakte übereinstimmt. Diese Nummer dient ebenfalls der eindeutigen Identifikation.

Weitere Informationen finden Sie in der "Handlungsempfehlung - Sichere Patientenidentifikation in der ambulanten ärztlichen Versorgung" der Kassenärztliche Vereinigung Westfallen-Lippe:
www.kvwl.de/arzt/qsqm/patientensicherheit/handl_empf/
handl_empf_patientenidentifikation.pdf



Kommentare

Hilfe
15.01.2021
11:51:34
2021
Guten Tag,
wir sind Studenten im 3. Semester und haben uns im Rahmen des Wahlfaches Sicherheitskultur in der Medizin mit ihrem Beitrag auseinander gesetzt.Als eine mögliche Maßnahme zur Vermeidung solcher Verwechslungen würden wir vorschlagen, für die Zukunft ein Schild in Ihrer Praxis auszustellen, das PatientInnen darauf hinweisen könnte sowohl die Richtigkeit des Medikamentes als auch die passende Dosierung und Tablettenanzahl zu überprüfen.
10.01.2020
10:18:00
Thegooddoctor
Guten Tag,
wir sind Studenten im 3. Semester und haben uns im Rahmen des Wahlfaches Sicherheitskultur in der Medizin mit ihrem Beitrag auseinander gesetzt.Als eine mögliche Maßnahme zur Vermeidung solcher Verwechslungen würden wir vorschlagen,für fertige Rezepte ein separates Sortierungs-und Ablagesystem einzuführen,da die Rezepte in den meisten Praxen aufgrund Zeitmangel unsortiert auf dem Arbeitsplatz liegen und so die Wahrscheinlichkeit einer falschen Ausgabe eines Rezepts erhöht.

Mit freundlichen Grüßen
11.09.2019
16:09:45
3005
Ganz schlimm sind da "Hans Maier" oder ähnliche Namen. Die Patienten wissen das meistens. Und zum Glück schauen sich die allermeisten ihr Rezept noch in der Praxis genau an.

Nachfragen am Tresen in der oben beschriebenen Art und Weise sind (des Datenschutzes wegen) sehr problematisch. Besser ist, mit der Abgabe des Rezepts die Frage: "Ist das Ihr Rezept ?"

Und ja - die Sorgfalt in der Praxis ist durchaus eine erlaubte und diskussionswürdige Frage. Nicht vor den Patienten, jedoch in einer (hoffentlich monatlich stattfindenden) Besprechung des gesamten Teams !

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